Wärmeumsetzung & Ofentypen

Der Kachelofen - Grundofen

kachelofenDer traditionelle alpenländische Kachelofen ist die älteste bekannte Speicher-Ofenform. Bestand seine Oberfläche früher zumeist aus Kacheln, so kann man sie heute dank modernster Materialien und neuer Techniken beliebig gestalten und gleichzeitig den Wirkungsgrad erhöhen.
Der Ofen, gemauert aus hochwertigen Schamotte, besteht aus einem Feuerraum und Rauchgaszügen. In diesen wird den heißen Rauchgasen die Wärme entzogen, die dann langsam an die Ofenoberfläche gelangt und so gleichmäßig in Form von gesunder Strahlungswärme an den Raum abgegeben wird.

Je nach Bauweise können dabei Speicherzeiten von bis zu 24 Stunden erreicht werden. Ein Grundofen bzw. Kachelofen kann durch mehrere angrenzende Räume gebaut und auf Wunsch auch mit einer Glasheiztüre versehen werden.

Der Heizkamin

heizkaminDas Herzstück eines Heizkamins besteht aus einem metallischen Heizeinsatz, meist mit großer Glasheiztüre. Hier sind sehr große wie auch vielfältige Sichtscheiben möglich (2- oder 3-seitig, halbrund, prismatisch etc.) Der Heizkamin gibt die Wärme auf drei Arten ab: – durch die Sichtscheibe und – das Lüftungsgitter für die schnelle Konvektionswärme, – durch die Speicherhülle aus Schamotte und/oder Keramik in Form von Strahlungswärme.

Da der Heizkamin ca. die Hälfte der Energie in Konvektionswärme umsetzt, reduziert sich die Speicherzeit auf maximal 6 Stunden. Je nach Bedarf kann die Konvektionswärme auch über Lüftungskanäle in andere Räume geleitet werden. Auf Wunsch ist es auch möglich Heizkamine mit Propan- oder Erdgas zu betreiben.

Der Kombinationsofen

kombiofenEine Kombination aus Kachelofen und Heizkamin. Auch hier ist das Herzstück des Ofens ein Heizeinsatz, der über Lüftungsgitter schnell Konvektionswärme abgibt.

Allerdings besitzt dieser Ofen – wie auch der Kachelofen – ein Zugsystem aus Schamotte, was die Speicherzeiten erhöht.

Das ist aber nur bei Einsätzen mit kleinen oder gar keinen Glasheiztüren möglich. Große Scheiben geben bereits so viel Wärme an den Raum ab, dass zu wenig Energie für das Zugsystem übrig bleibt.

Der offene Kamin

offener_kaminEin offener Kamin entfesselt die ganz ursprüngliche Faszination des Feuers. Ungehindert geben Flammen und Glut ihre Energie als direkte Strahlungswärme an den Raum ab, wenn auch bei weitem nicht so effizient wie Kachelöfen, Kombinationsöfen oder Heizkamine.

Bei offenen Feuerstellen steht ganz einfach das lodernde Spiel der Flammen im Vordergrund und nicht die Heizleistung. Um ein unerwünschtes Austreten der Rauchgase in den Wohnraum zu vermeiden, sind bei offenen Kaminen genaue Planung und exakte Zugberechnung, ein eigener, im Querschnitt möglichst großer Schornstein und eine richtig dimensionierte Luftzufuhr erforderlich.

Der Küchenherd

kuechenherdWie zu Großmutters Zeiten so erfüllt auch heute ein Küchenherd moderne Wohnküchen mit Wärme und Geborgenheit. Der Feuerraum liegt beim Küchenherd unmittelbar unter der metallischen Herdplatte. Beim Kochen und Backen ziehen von hier aus die heißen Rauchgase durch ein Schamotte-Zugsystem um das Backrohr herum und geben so ihre Energie frei. Dabei wird über die sich schnell erhitzende Herdplatte ein Teil der Energie in Konvektionswärme umgesetzt.

Gleichzeitig speichern Schamotte und Keramik einen Teil der Wärme und geben diese für mehrere Stunden in Form von Strahlungswärme an den Raum ab. Auf Wunsch kann einem Küchenherd auch ein mit Umschaltklappen zuschaltbares Zugsystem – gleich dem eines Kachelofens – angebaut werden. Dieses kann sich auch in angrenzenden Wohnräumen befinden. Mit solchen so genannten „Durchheizern“ können je nach Bauweise und Größe Speicherzeiten von bis zu 8 Stunden erreicht werden.